Bei der Auswahl einer drahtlosen Fernbedienung für Hydraulikmaschinen steht die Maschine im Vordergrund, nicht die Fernbedienung. Die wichtigsten Fragen lauten: Wie werden die Hydraulikfunktionen derzeit gesteuert? Welche Bewegungen erfordern eine proportionale Geschwindigkeitsregelung? Welche elektrischen Signale kann die Maschine verarbeiten? Und welchen Betriebsbedingungen muss das System standhalten?.
Eine drahtlose Hydraulikfernsteuerung kann von einem einfachen Drucktastensender für grundlegende Hebe- und Senkfunktionen bis hin zu einem mehrachsigen proportionalen Joystick-System für Kräne, Bagger, Betonpumpenfahrzeuge und andere Maschinen reichen, die kontrollierte, stufenlose Bewegungen erfordern. Die Wahl einer ungeeigneten Steuerungsarchitektur kann zu einer schlechten Maschinenreaktion, einer schwierigen Installation oder einer inkompatiblen Hydraulikschnittstelle führen.
Ein praxisorientierter Auswahlprozess sollte daher den Hydraulikkreislauf der Maschine, die Steuerungsfunktionen, die elektrische Schnittstelle, die Sicherheitsanforderungen, die Betriebsumgebung, die Funkvorschriften sowie die Arbeitsabläufe des Bedieners berücksichtigen, bevor ein bestimmter Sender und Empfänger ausgewählt wird.

1. Beginnen Sie mit dem Hydrauliksystem, nicht mit dem Messumformer
Einer der häufigsten Fehler beim Kauf ist es, zuerst den Sender auszuwählen.
Ein Käufer weiß vielleicht, dass die Maschine zwei Joysticks, acht Tasten oder einen bestimmten Betriebsbereich benötigt. Diese Informationen sind zwar nützlich, sagen dem Lieferanten jedoch nicht, wie die Fernbedienung mit der Maschine kommunizieren muss.
Die erste Frage lautet:
Wie werden die Hydraulikfunktionen heute gesteuert?
Je nach Maschine kann das vorhandene System Folgendes verwenden:
- Manuelle Schieberventile.
- Hydraulische Vorsteuerungen.
- Magnetbetätigte Wegeventile.
- Proportionalventile.
- Elektrohydraulische Steuerungen.
- SPS-basierte Steuerungssysteme.
- CAN-basierte elektronische Steuerungssysteme.
- Eine Kombination aus mechanischen und elektronischen Steuerungen.
Diese Systeme akzeptieren nicht unbedingt dieselben Fernbedienungsbefehle.
So unterscheidet sich beispielsweise der Austausch eines manuellen Hydraulikhebels durch einen drahtlosen Sender grundlegend vom Anschluss eines Empfängers an ein bereits vorhandenes elektrohydraulisches Proportionalventil.
Bevor Sie ein Angebot anfordern, sollten Sie nach Möglichkeit die vorhandene Ventil- und Regelungsarchitektur ermitteln.
Von der Maschine zu erfassende Informationen
| Informationen | Warum das wichtig ist |
|---|---|
| Maschinentyp und Modell | Legt die allgemeine Steuerungsarchitektur fest |
| Hydraulikfunktionen | Ermittelt die erforderliche Anzahl an Kanälen |
| Ventiltyp | Legt die erforderliche Schnittstelle fest |
| Magnetspannung | Bestimmt die elektrische Kompatibilität |
| Magnetstrom | Legt die Anforderungen an den Empfänger/Ausgang fest |
| Bestehender Controller | Kann Kommunikationsanforderungen festlegen |
| Versorgungsspannung des Geräts | Ermittelt die Kompatibilität der Empfängerleistung |
| Bestehende manuelle Steuerungen | Legt fest, ob eine Nachrüstung oder ein paralleles Steuerungssystem erforderlich ist |
| Dokumentation des Hydraulikkreislaufs | Trägt dazu bei, eine falsche Auswahl von Ventilen bzw. Schnittstellen zu vermeiden |
| Fotos von Ventilen und Schaltschrank | Ermöglicht dem Lieferanten die Identifizierung der Hardware |
Ist das Ventilmodell unbekannt, können klare Fotos der Ventilreihe, der Magnetventilbeschriftungen, des vorhandenen Reglers, der Anschlüsse und des Schaltschranks bei der ersten technischen Begutachtung hilfreich sein.
In den aktuellen Unterlagen von Nomi zu hydraulischen Fernsteuerungssystemen wird ebenfalls empfohlen, vor der Auswahl eines Nachrüstsystems die Anzahl und Art der Funktionen, die Spezifikationen der Ventile und Magnetventile, die Maschinenspannung, die Umgebungsbedingungen, den erforderlichen Betriebsbereich, die Funkanforderungen sowie die geltenden Sicherheitsnormen zu dokumentieren.
2. Entscheiden Sie, ob Sie eine Proportional- oder eine Ein-/Aus-Regelung benötigen
Die nächste wichtige Entscheidung betrifft die Art der Bewegung, die der Bediener benötigt.
Es gibt drei gängige Ansätze:
- Ein-/Aus-Steuerung
- Proportionalregelung
- Hybridsteuerung
Ein-/Aus-Steuerung
Die Ein-/Aus-Steuerung liefert einen diskreten Befehl.
Die Funktion wird aktiviert oder deaktiviert und nicht stufenlos geregelt.
Dies kann sinnvoll sein, wenn die Maschine lediglich Befehle wie die folgenden benötigt:
- Erhöhen
- Nach unten
- Erweitern
- Zurückziehen
- Start
- Stopp
- Öffnen
- Schließen
- Hilfsausgang
Bei einfachen Hydraulikanwendungen kann der Einbau einer Proportionalsteuerung zu unnötiger Komplexität führen, wenn der Bediener keine variable Bewegung benötigt.
Proportionalregelung
Die Proportionalsteuerung ermöglicht es dem Bediener, den Befehl entsprechend der Joystick- oder Steuerposition anzupassen.
Dies ist nützlich, wenn der Bediener Folgendes tun muss:
- Nähere dich einer Position langsam an
- Hydraulische Bewegungen sanft steuern
- Geschwindigkeit des Auslegers oder Arms einstellen
- Eine Winde stufenweise steuern
- Mehrere hydraulische Bewegungen koordinieren
- Eine Last präzise positionieren
- Vermeiden Sie abrupte Bewegungen während des Betriebs
Entscheidend ist, dass ein Proportional-Joystick allein eine Hydraulikmaschine nicht automatisch proportional macht.
Das gesamte System muss eine proportionale Regelung unterstützen.
Der Sender erzeugt einen variablen Befehl, der Empfänger verarbeitet diesen Befehl, und die nachgeschaltete elektrische oder hydraulische Schnittstelle muss ihn in eine entsprechende Maschinenreaktion umsetzen.
Hybridsteuerung
Viele Maschinen lassen sich nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen.
Beispielsweise benötigt eine Maschine möglicherweise Proportional-Joysticks für ihre primären hydraulischen Bewegungen, während Drucktasten für Folgendes verwendet werden:
- Horn
- Beleuchtung
- Motorfunktionen
- Zusatzausstattung
- Modusauswahl
- Pumpenfunktionen
- Weitere einzelne Befehle
Ein Hybrid-Sender kann daher praktischer sein, als jede Funktion in dieselbe Steuerungsmethode zu zwängen.
Auswahl zwischen Proportional- und Ein/Aus-Betrieb
| Anforderung | Ein/Aus | Proportional | Hybrid |
|---|---|---|---|
| Einfaches Heben/Senken | ✓ | Möglich | ✓ |
| Variable hydraulische Drehzahl | Begrenzt | ✓ | ✓ |
| Präzisionspositionierung | Begrenzt | ✓ | ✓ |
| Grundlegende Zusatzfunktionen | ✓ | Möglich | ✓ |
| Mehrere hydraulische Achsen | Möglich | ✓ | ✓ |
| Einfaches System | ✓ | Komplexer | Mäßig |
| Gemischte Maschinenfunktionen | Begrenzt | Begrenzt | ✓ |
Die richtige Wahl hängt von der Maschine und der Aufgabe ab, nicht davon, welche Steuerungsart fortschrittlicher erscheint.

3. Zählfunktionen vor Zählschaltflächen
Die Anzahl der Tasten oder Joysticks ist zwar wichtig, sollte aber erst nach der Festlegung der Maschinenfunktionen berücksichtigt werden.
Erstellen Sie zunächst eine Liste aller Funktionen, die der Bediener fernsteuern muss.
Zum Beispiel:
| Maschinenfunktion | Richtung | Kontrollanforderung |
|---|---|---|
| Boom | Nach oben / nach unten | Proportional |
| Winde | Nach oben / nach unten | Proportional |
| Schwenkbereich | Links / rechts | Proportional |
| Erweiterung | Rein / raus | Proportional |
| Horn | Ein / Aus | Schaltfläche |
| Beleuchtung | Ein / Aus | Schaltfläche |
| Hilfsventil | Ein / Aus | Schaltfläche |
Dieser Ansatz ist sinnvoller, als einem Lieferanten einfach nur zu sagen: “Ich brauche eine Fernbedienung mit sechs Tasten.”
Zwei Geräte können zwar die gleiche Anzahl an Funktionen haben, benötigen jedoch völlig unterschiedliche Sender.
Eine Maschine benötigt möglicherweise vier proportionale Achsen.
Ein anderes benötigt möglicherweise sechs einfache Relaisausgänge.
Ein drittes Modell benötigt möglicherweise eine proportionale Hydrauliksteuerung sowie mehrere Zusatztasten.
Denke in Achsen
Bei Joystick-Systemen steht eine Achse für eine Richtung der variablen Steuerung.
Ein zweiachsiger Joystick ermöglicht in der Regel zwei unabhängige Bewegungsrichtungen, abhängig von der Systemarchitektur.
Geben Sie bei der Angabe einer Fernbedienung Folgendes an:
- Anzahl der Joysticks
- Anzahl der Achsen
- Proportional- oder diskreter Betrieb
- Ob Achsen gleichzeitig betrieben werden können
- Ob zusätzliche Schaltflächen benötigt werden
- Ob Hilfsausgänge benötigt werden
Dadurch erhält der Lieferant genügend Informationen, um die geeignete Sender- und Empfängerarchitektur zu bestimmen.

4. Überprüfen Sie das Hydraulikventil und die elektrische Schnittstelle
Dies ist eine der wichtigsten technischen Prüfungen bei einem Projekt zur hydraulischen Fernsteuerung.
Das Funksystem muss letztendlich mit dem Steuerungssystem der Maschine kommunizieren.
Je nach Ausstattung muss der Empfänger möglicherweise verschiedene Arten von Ausgängen bereitstellen, wie zum Beispiel:
- Relaisausgänge
- Digitale Ausgänge
- Proportionale Ausgänge
- Analoge Signale
- Kommunikation mit dem Controller
- Sonstige maschinenspezifische Schnittstellen
Die genaue Ausgabe sollte sich nach der vorhandenen Steuerungsarchitektur der Maschine richten.
Was sollten Sie zum Ventil fragen?
Falls die Maschine magnetbetätigte Hydraulikventile verwendet, sammeln Sie bitte Folgendes:
- Ventilhersteller
- Ventilmodell
- Spulenspannung
- Spulenstrom
- Steckertyp
- Anzahl der Spulen
- Proportionaler oder nichtproportionaler Betrieb
- Vorhandener Verstärker oder Treiber
- Schaltplan, falls vorhanden
Ermitteln Sie bei Proportionalventilen außerdem, wie das bestehende System den Proportionalbefehl erzeugt und steuert.
Ein Anbieter von Fernbedienungen sollte nicht allein anhand des Maschinennamens die Ventilschnittstelle erraten müssen.
Warum das wichtig ist
Betrachten wir zwei Maschinen, die beide als “Hydraulikbagger” bezeichnet werden.”
Sie können sehr unterschiedliche Steuerungsarchitekturen aufweisen.
Man kann bereits elektronische Joysticks und einen elektronischen Controller verwenden.
Ein anderes Modell verfügt möglicherweise über eine andere hydraulische Steuerung.
Ein Sender, der universell aussieht, bedeutet nicht automatisch, dass er mit allen Geräten kompatibel ist.
Der Empfänger und die Schnittstelle sind genauso wichtig wie der Handsender.
5. Wählen Sie die richtige Senderkonfiguration aus
Sobald die Steuerungsarchitektur verstanden ist, kann der physikalische Sender ausgewählt werden.
Zu den gängigen Formaten gehören:
Handheld-Joystick-Sender
Ein handgehaltener Joystick-Sender ist nützlich, wenn der Bediener mehrere proportionale Hydraulikfunktionen in einem kompakten Steuergerät benötigt.
Es kann geeignet sein für:
- Hydraulikkrane
- Bagger
- Betonpumpenausrüstung
- Mobile Maschinen
- Sonstige mehrachsige Hydrauliksysteme
Nomi bietet derzeit industrielle Joystick-Fernsteuerungslösungen für proportionale Steuerungsanwendungen bei Kränen, Baggern und Schwermaschinen an.
Drucktastensender
Tastersender eignen sich im Allgemeinen besser für einzelne Befehle.
Zu den typischen Funktionen gehören:
- Heben/Senken
- Start/Stopp
- Vorwärts/Rückwärts
- Zusatzausstattung
- Einfache Hydraulikfunktionen
Sie können eine praktische Wahl sein, wenn die Maschine keine stufenlose Drehzahlregelung benötigt.
Am Körper getragene oder „Belly-Box“-Konfiguration
Bei Maschinen, die zahlreiche Bedienelemente erfordern oder über einen längeren Zeitraum in Betrieb sind, bietet ein größerer, am Körper getragener Sender mehr Platz für:
- Mehrere Joysticks
- Drucktasten
- Wahlschalter
- Not-Aus-Funktionen
- Anzeigen oder Indikatoren
Das beste Format hängt von der Arbeitsposition des Bedieners und der Anzahl der gleichzeitig zu bedienenden Steuerungen ab.
6. Wählen Sie den Betriebsbereich nicht anhand der größten Zahl aus
“100 m Reichweite”, “300 m Reichweite” oder “1000 m Reichweite” mögen in einem Produktdatenblatt zwar attraktiv wirken, doch die Reichweite allein reicht nicht aus, um zu entscheiden, ob eine Funkfernbedienung geeignet ist.
Die tatsächliche Funkleistung hängt von der Installation und der Betriebsumgebung ab.
Zu den Faktoren können gehören:
- Gebäude
- Stahlkonstruktionen
- Wände
- Maschinen
- Gelände
- Antennenposition
- Elektromagnetische Störungen
- Vorschriften für Hochfrequenzgeräte
- Einbau des Empfängers
- Antennenkonfiguration
Eine Maschine, die auf einem offenen Gelände betrieben wird, kann unter ganz anderen Kommunikationsbedingungen arbeiten als eine Maschine, die in einem Stahlwerk eingesetzt wird.
Anstatt nur zu fragen:
“Wie groß ist die maximale Reichweite?”
Frage:
“Welcher zuverlässige Betriebsabstand ist unter den tatsächlichen Installationsbedingungen erforderlich?”
Klären Sie außerdem, ob es sich bei der angegebenen Entfernung um Folgendes handelt:
- Reichweite bei freier Sicht
- Maximale Reichweite im Labor oder im Freigelände
- Typischer Arbeitsbereich
- Reichweite unter festgelegten Umgebungsbedingungen
Ein Lieferant sollte in der Lage sein, zu erläutern, was der angegebene Bereich bedeutet.
7. Berücksichtigen Sie Funkfrequenzen und Störungen
Drahtlose Industriegeräte werden in einem regulierten Funkumfeld betrieben.
Die geeignete Frequenz und Funkkonfiguration hängen von dem Land oder der Region ab, in der das Gerät betrieben wird.
Gehen Sie bei internationalen Projekten nicht davon aus, dass eine in einem Land verwendete Frequenz automatisch auch in einem anderen Land verwendet werden kann.
Der Käufer sollte Folgendes bestätigen:
- Land, in dem die Anlage installiert wurde
- Geltende Funkvorschriften
- Frequenzband
- Erforderliche Genehmigungen oder Konformitätsanforderungen
- Mögliche Störquellen
- Ob in der Nähe mehrere drahtlose Systeme in Betrieb sind
Bei Maschinen, die in der Nähe anderer drahtloser Systeme betrieben werden, sind die Zuverlässigkeit der Kommunikation und die Identifizierung des Systems von besonderer Bedeutung.
Ein gutes System sollte außerdem verhindern, dass ein Sender unbeabsichtigt eine andere Maschine steuert.
Dies ist besonders wichtig in Fabriken, auf Baustellen, in Häfen und in anderen Umgebungen, in denen mehrere Maschinen gleichzeitig in Betrieb sein können.
8. Bewertung der Sicherheit als Teil des gesamten Maschinensystems
Eine drahtlose Fernbedienung sollte nicht als eigenständige Sicherheitseinrichtung betrachtet werden.
Die Sicherheit der gesamten Maschine hängt vom Zusammenspiel folgender Faktoren ab:
- Sender
- Empfänger
- Kommunikationsverbindung
- Maschinensteuerung
- Hydraulikventile
- Stellantriebe
- Not-Aus-Architektur
- Verriegelungen
- Maschinenschutz
- Betriebsverfahren
- Wartung
- Bedienerschulung
Wenn beispielsweise die Kommunikation mit dem Sender unterbrochen wird, muss die Maschine eine festgelegte Reaktion zeigen, die ihrem Sicherheitskonzept entspricht.
Ebenso muss eine Not-Aus-Funktion als Teil des sicherheitsrelevanten Steuerungssystems der Maschine betrachtet werden, anstatt einfach davon auszugehen, dass ein Not-Aus-Schalter am Sender automatisch dafür sorgt, dass die gesamte Maschine den Anforderungen entspricht.
Die Norm ISO 13849-1:2023 legt eine Methodik und Anforderungen für die Auslegung und Integration sicherheitsrelevanter Teile von Steuerungssystemen fest, einschließlich Systemen, die elektrische, hydraulische, pneumatische und mechanische Technologien nutzen. Außerdem wird darin klargestellt, dass die erforderlichen Sicherheitsfunktionen und Leistungsstufen anwendungsspezifisch sind und nicht allgemein durch die Norm definiert werden.
Aus diesem Grund sollten Käufer den Lieferanten fragen:
- Wie wird mit Kommunikationsausfällen umgegangen?
- Was passiert, wenn die Batterie des Senders fast leer ist?
- Was passiert, wenn der Sender ausgeschaltet wird?
- Was passiert, wenn der Empfänger keinen Strom mehr hat?
- Wie wird eine unbeabsichtigte Aktivierung verhindert?
- Wie wird der Not-Aus-Schalter umgesetzt?
- Welche Teile der Sicherheitsfunktion befinden sich im Fernsteuerungssystem?
- Welche Sicherheitsfunktionen sind weiterhin in der Maschine selbst integriert?
- Welche Normen oder Konformitätsanforderungen gelten für die gesamte Anlage?
Betrachten Sie eine Aussage wie “entspricht der Norm ISO 13849” nicht als Ersatz für die Überprüfung der tatsächlichen Sicherheitsarchitektur.
Weiterlesen: Wie funktioniert eine hydraulische Proportional-Fernsteuerung?
9. Überprüfen Sie die Umgebungsbedingungen
Hydraulikmaschinen werden häufig im Freien oder in rauen Industrieumgebungen eingesetzt.
Die Fernbedienung kann folgenden Einflüssen ausgesetzt sein:
- Regen
- Staub
- Schlamm
- Öl
- Hydraulikflüssigkeit
- Vibration
- Mechanischer Stoß
- Temperaturschwankungen
- Direkte Sonneneinstrahlung
- Kaltes Wetter
- Hitze
- Häufiges Anfassen oder Herunterfallen
An dieser Stelle spielen die Gehäuse- und Umgebungsspezifikationen eine wichtige Rolle.
Wichtige umweltrelevante Angaben
| Spezifikation | Was ist zu überprüfen? |
|---|---|
| IP-Schutzklasse | Beständigkeit gegen das Eindringen von Staub und Wasser |
| Betriebstemperatur | Minimale und maximale Umgebungstemperatur |
| Stoßfestigkeit | Eignung für den Betrieb und Maschinenvibrationen |
| Vibrationsfestigkeit | Eignung für mobile Geräte |
| Gehäusematerial | Beständigkeit gegenüber industrieller Handhabung und Umgebungsbedingungen |
| Batteriesystem | Akkulaufzeit und Austausch-/Lademethode |
| Schutz der Steckverbinder | Eignung für die Installation im Freien |
| Antennenschutz | Mechanische und umweltbedingte Haltbarkeit |
Wählen Sie eine IP-Schutzklasse nicht einfach deshalb aus, weil es sich um die höchste verfügbare Zahl handelt.
Die richtige Frage lautet, ob das Schutzniveau für die tatsächlichen Umgebungsbedingungen angemessen ist.
10. Überprüfen Sie die Stromversorgung des Geräts
Der Empfänger muss mit dem elektrischen System der Maschine kompatibel sein.
Industrielle Hydraulikmaschinen können unterschiedliche Versorgungsspannungen verwenden, weshalb das Fernsteuerungssystem entsprechend ausgelegt werden sollte.
Bitte überprüfen Sie vor der Bestellung Folgendes:
- Maschinenspannung
- Betriebsspannung des Empfängers
- Batterietyp des Senders
- Ladeverfahren
- Akkulaufzeit
- Anzeige für niedrigen Batteriestand
- Ladevorgaben
- Ob ein Ersatzakku sinnvoll ist
Bei mobilen Maschinen ist das Batteriemanagement besonders wichtig, da die Maschine unter Umständen weit entfernt von einer geeigneten Ladestation betrieben wird.
Eine Fernbedienung, die zwar technisch einwandfrei funktioniert, aber häufig aufgeladen werden muss, ist für einen Betrieb mit hoher Nutzungsfrequenz möglicherweise nicht praktikabel.
11. Berücksichtigen Sie die Ergonomie für den Bediener
Technische Daten sagen nicht alles aus.
Der Bediener kann den Sender pro Schicht mehrere Stunden lang nutzen.
Zu den wichtigen ergonomischen Aspekten gehören:
- Joystick-Position
- Abstand zwischen den Schaltflächen
- Griffdesign
- Steuerungsrichtung
- Anzeige-Sichtbarkeit
- Kompatibilität mit Handschuhen
- Gewicht
- Konfiguration mit Gurt oder Geschirr
- Zugänglichkeit des Not-Aus-Schalters
- Schutz vor versehentlicher Aktivierung
Die Anordnung der Bedienelemente sollte zudem dem mentalen Modell entsprechen, das sich der Bediener von der Maschine macht.
Ist die Anordnung der Bedienelemente unübersichtlich, verbringt der Bediener möglicherweise mehr Zeit damit, auf das Bediengerät zu schauen, anstatt die Maschine und den Arbeitsbereich im Blick zu behalten.
Bei einer komplexen Maschine kann eine gut durchdachte Anordnung der Bedienelemente wertvoller sein als das bloße Hinzufügen weiterer Funktionen.
12. Entscheiden Sie, ob Sie eine Nachrüstung oder ein neues Steuerungssystem benötigen
Ein Projekt zur Entwicklung einer drahtlosen Fernbedienung lässt sich im Allgemeinen in zwei große Kategorien einteilen.
Nachrüstung
Die bestehende Maschine bleibt weitgehend unverändert, und das drahtlose System wird in die bestehende Steuerungsarchitektur integriert.
Dies kann in folgenden Fällen attraktiv sein:
- Die Maschine verfügt bereits über geeignete elektrohydraulische Steuerungen
- Das vorhandene Hydrauliksystem funktioniert einwandfrei.
- Der Betreiber wünscht sich eine drahtlose Steuerung, ohne die Maschine auszutauschen
- Die erforderliche Schnittstelle lässt sich sicher integrieren
Neue Steuerungsarchitektur
Bei einem umfangreicheren Projekt können Änderungen an folgenden Punkten erforderlich sein:
- Hydraulikventile
- Schalttafeln
- Steuergeräte
- Verkabelung
- Sicherheitsschaltungen
- Bedienelemente
Dieser Ansatz kann erforderlich sein, wenn die ursprüngliche Maschine nicht für die benötigte Fernsteuerungsarchitektur ausgelegt war.
Gehen Sie nicht davon aus, dass jedes Gerät durch den einfachen Einbau eines Funkempfängers umgerüstet werden kann.
Die Machbarkeit hängt von der bestehenden hydraulischen und elektrischen Auslegung ab.
13. Welche Informationen sollten Sie einem Lieferanten übermitteln?
Wenn Sie ein genaues Angebot wünschen, vermeiden Sie bitte, ausschließlich Folgendes zu senden:
“Ich brauche eine Funkfernbedienung für meinen Bagger.”
Geben Sie stattdessen so viele der folgenden Informationen wie möglich an.
Checkliste für die Angebotsanfrage zu hydraulischen Fernsteuerungen
Maschine
- Maschinentyp
- Hersteller
- Modell
- Jahr, falls zutreffend
Hydrauliksystem
- Ventilhersteller
- Ventilmodell
- Hydraulikfunktionen
- Proportional- oder Ein/Aus-Funktionen
- Magnetspannung
- Magnetstrom
- Bestehender Controller
Anforderungen an die Fernbedienung
- Anzahl der Joysticks
- Anzahl der Joystick-Achsen
- Anzahl der Schaltflächen
- Proportionale Funktionen
- Zusatzfunktionen
- Anforderungen an Not-Aus-Vorrichtungen
- Es sind gleichzeitige Funktionen erforderlich
Elektrische Anlage
- Maschinenspannung
- Vorhandene Verkabelung
- Informationen zu den Anschlüssen
- Fotos von Schaltschränken
- Schaltplan, falls vorhanden
Betriebsumgebung
- Drinnen oder draußen
- Temperaturbereich
- Einwirkung von Staub und Wasser
- Vibration
- Erforderlicher IP-Schutz
Anforderungen an die drahtlose Übertragung
- Erforderlicher Betriebsabstand
- Land, in dem die Anlage installiert wurde
- Mögliche Funkstörungen
- Anzahl der in der Nähe betriebenen Maschinen
Geschäftliche Informationen
- Anzahl
- Gewünschter Liefertermin
- Zielland
- Erforderliche Zertifizierungen oder Unterlagen
- Gegebenenfalls Anforderungen hinsichtlich OEM oder Eigenmarken
Diese Informationen bieten dem Lieferanten eine wesentlich bessere Grundlage für die Auswahl des Senders, des Empfängers und der Schnittstelle.
14. Häufige Fehler beim Kauf einer drahtlosen Hydraulikfernbedienung
Fehler 1: Die Auswahl nach der Anzahl der Tasten
Mehr Tasten bedeuten nicht automatisch, dass eine Fernbedienung besser ist.
Beginnen Sie mit den Maschinenfunktionen und den Steuerungsanforderungen.
Fehler 2: Die Annahme, dass eine proportionale Regelung immer besser ist
Eine Proportionalregelung kann von Nutzen sein, wenn variable Bewegungen erforderlich sind.
Bei einfachen Ein-/Aus-Anwendungen kann dies zu einer erhöhten Komplexität führen, ohne dass dadurch ein nennenswerter betrieblicher Vorteil entsteht.
Fehler 3: Das Hydraulikventil ignorieren
Der Sender ist nur eine Komponente.
Das Ventil und die elektrische Schnittstelle entscheiden darüber, ob die Maschine korrekt auf den Fernbefehl reagieren kann.
Fehler 4: Die Auswahl ausschließlich nach der maximalen Reichweite
Die Angaben zur maximalen Reichweite spiegeln nicht jede Installation in der Praxis wider.
Bewerten Sie die tatsächliche Entfernung, Hindernisse, die Anordnung der Antennen und die elektromagnetische Umgebung.
Fehler 5: Die IP-Schutzart als einzige Umgebungsspezifikation betrachten
Die IP-Schutzart bezieht sich auf bestimmte Eintrittsbedingungen. Sie sagt an sich nichts über die Beständigkeit gegenüber Temperatur, Vibrationen, mechanischen Stößen, Chemikalien oder langfristigem industriellen Einsatz aus.
Fehler 6: Die Annahme, dass jede Zertifizierung für die gesamte Maschine gilt
Eine Zertifizierung oder Konformitätserklärung für eine Komponente bedeutet nicht zwangsläufig, dass die gesamte Maschinenanlage alle geltenden Anforderungen erfüllt.
Unterscheiden Sie stets zwischen:
- Produktzertifizierung
- Konformität der Komponenten
- Systemdesign
- Einhaltung der Vorschriften auf Maschinenebene
Fehler 7: Kauf, ohne zuvor die Spannung des Geräts zu überprüfen
Der Fernbedienungsempfänger und das elektrische System der Maschine müssen kompatibel sein.
Dies sollte vor der Bestellung bestätigt werden.
Fehler 8: Zu wenige Informationen an den Lieferanten übermitteln
Eine vage Anfrage führt oft zu einem allgemeinen Angebot.
Die Bereitstellung von Informationen zu Ventilen, Fotos, Angaben zur Verkabelung, Funktionslisten und Betriebsbedingungen kann die technische Bewertung wesentlich präziser machen.
15. Ein praktischer Leitfaden zur Auswahl einer drahtlosen Hydraulik-Fernsteuerung
Eine sinnvolle Auswahlfolge lautet:
Schritt 1: Identifizieren Sie die Maschine
Ermitteln Sie den Maschinentyp, das Modell und den Einsatzzweck.
Schritt 2: Zuordnung der Hydraulikfunktionen
Führen Sie alle Bewegungen auf, die drahtlos gesteuert werden müssen.
Schritt 3: Klassifizieren Sie jede Funktion
Kennzeichnen Sie jede Funktion als proportional, Ein/Aus oder hybrid.
Schritt 4: Bestimmen Sie die Ventilschnittstelle
Notieren Sie den Ventiltyp, die Spezifikationen des Magnetventils, den Reglertyp und die verfügbare Dokumentation.
Schritt 5: Überprüfung der elektrischen Anlage
Überprüfen Sie die Spannungsangaben des Geräts und die Anforderungen des Empfängers.
Schritt 6: Sender definieren
Wählen Sie je nach konkretem Arbeitsablauf zwischen Joystick, Drucktaste, am Körper getragenem Gerät oder einer anderen Konfiguration.
Schritt 7: Festlegen der Anforderungen an die drahtlose Verbindung
Geben Sie den Arbeitsabstand, das Land, die Betriebsumgebung und mögliche Störungen an.
Schritt 8: Sicherheitsanforderungen festlegen
Legen Sie das Verhalten bei Not-Aus, das Verhalten bei Kommunikationsausfall, die Verriegelungen sowie die Sicherheitsanforderungen auf Maschinenebene fest.
Schritt 9: Überprüfen Sie die Umgebungsanforderungen
Überprüfen Sie die Anforderungen hinsichtlich Temperatur, Staub, Wasser, Vibration, Stoß und Gehäuse.
Schritt 10: Bitten Sie um eine Bestätigung der Systemkompatibilität
Bitten Sie den Lieferanten vor dem Kauf um eine Bestätigung, dass der vorgeschlagene Sender, Empfänger, die Schnittstelle und das Maschinensteuerungssystem miteinander kompatibel sind.
Dieses Verfahren ist wesentlich zuverlässiger als die Auswahl einer Fernbedienung anhand eines Produktfotos oder einer Liste der Tasten.
16. Wann sollten Sie eine proportionale drahtlose Hydraulikfernbedienung in Betracht ziehen?
Ein Proportionalsystem kann eine Überlegung wert sein, wenn der Bediener eine kontrollierte Bewegung der Stellgröße anstelle einer einfachen Betätigung benötigt.
Typische Beispiele hierfür sind:
- Hydraulikkrane
- Bagger
- Betonpumpenausrüstung
- Fördertechnik
- Mobile Hydraulikgeräte
- Maschinen, die mehrere aufeinander abgestimmte hydraulische Bewegungen erfordern
Das Produktangebot von Nomi umfasst derzeit industrielle hydraulische Fernsteuerungssysteme, Joystick-Fernsteuerungen, Fernsteuerungen für Baukräne sowie Fernsteuerungslösungen für Betonpumpenfahrzeuge. Die geeignete Konfiguration sollte weiterhin anhand der tatsächlichen hydraulischen und elektrischen Schnittstellen der Maschine ermittelt werden und nicht allein anhand der Bezeichnung der Anwendung.
Beispielsweise kann ein Hydraulikkran eine proportionale Steuerung für Ausleger, Winde, Auslegerverlängerung und Schwenkung erfordern, während die Zusatzfunktionen weiterhin im Ein-/Aus-Modus betrieben werden können.
Ein Betonpumpenfahrzeug kann eine unterschiedliche Kombination aus proportionalen Hydraulikfunktionen und diskreten Steuerungen aufweisen.
Die vorhandene Steuerungsarchitektur der Maschine bestimmt letztendlich, welches System geeignet ist.
17. Wann reicht eine einfache Fernbedienung mit Druckknöpfen aus?
Ein einfacheres Drucktastensystem kann sinnvoll sein, wenn die Funktionen der Maschine grundsätzlich voneinander getrennt sind.
Beispiele hierfür wären:
- Einfache Anwendungen zum Heben und Senken
- Hydraulische Zusatzfunktionen
- Grundlegende Pumpensteuerung
- Einfache Winden-Funktionen
- Funktionen eines Kippanhängers
- Andere Anwendungen, bei denen keine Drehzahlregelung erforderlich ist
Nomi bietet derzeit neben seinen Proportional- und Joystick-Systemen auch Fernsteuerungsprodukte mit Drucktasten an, sodass die Steuerungsarchitektur an die jeweilige Anwendung angepasst werden kann.
Wichtig ist, nicht mehr Funktionen zu erwerben, als die Maschine und der Bediener tatsächlich benötigen.
18. Was sollten Sie vor der Bestellung überprüfen?
Bevor Sie ein drahtloses hydraulisches Fernsteuerungssystem freigeben, überprüfen Sie bitte Folgendes:
| Fläche | Überprüfung |
|---|---|
| Maschine | Genaues Maschinenmodell und Anwendungsbereich |
| Hydrauliksystem | Ventiltyp und Steuerungsverfahren |
| Funktionen | Anzahl der Proportional- und Digitalfunktionen |
| Elektrotechnik | Versorgungsspannung und technische Daten der Magnetventile |
| Sender | Joystick-/Tastenbelegung |
| Empfänger | Ausgabetyp und Schnittstelle |
| Drahtlos | Frequenz und erforderlicher Betriebsabstand |
| Umwelt | Anforderungen hinsichtlich Schutzart, Temperatur, Vibration und Stoßbelastung |
| Sicherheit | Verhalten bei Not-Aus und Kommunikationsausfall |
| Vorschriften | Länderspezifische Vorschriften für Funkgeräte und Maschinen |
| Installation | Anforderungen an die Verkabelung, Montage und Inbetriebnahme |
| Dokumentation | Schaltplan, Bedienungsanleitung und entsprechende Konformitätsbescheinigungen |
| Support | Ersatzteile, Fehlerbehebung und technischer Support |
Sollten einige dieser Punkte noch unklar sein, klären Sie diese bitte, bevor Sie den Kauf abschließen.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine proportionale Funkfernbedienung besser als eine Fernbedienung mit Drucktasten?
Nicht unbedingt.
Eine proportionale Fernbedienung ist vorzuziehen, wenn der Bediener variable hydraulische Bewegungen benötigt. Eine Fernbedienung mit Drucktasten kann besser geeignet sein, wenn es sich bei den erforderlichen Funktionen um einfache Ein-/Aus-Befehle handelt.
Kann jede hydraulische Maschine drahtlos gesteuert werden?
Nein.
Die Machbarkeit hängt von der hydraulischen und elektrischen Architektur der Maschine ab. Der Ventiltyp, die Steuerungsmethode, die Eigenschaften der Magnetventile, die Maschinenspannung, das Sicherheitssystem und die Einbaubedingungen müssen alle geprüft werden.
Wie viele Joysticks brauche ich?
Die Antwort hängt von der Anzahl und der Art der zu steuernden Hydraulikachsen ab.
Legen Sie die Anzahl der Joysticks nicht allein anhand des Maschinentyps fest. Erfassen Sie zunächst die tatsächlichen Hydraulikfunktionen.
Was ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Hydraulik-Fernbedienungsgeräts?
Es gibt keine einzelne Spezifikation, die für jede Maschine am wichtigsten ist.
Bei vielen Projekten ist die Kompatibilität der Hydraulikschnittstelle ein besserer Ausgangspunkt als der Betriebsbereich oder die Anzahl der Tasten, da eine inkompatible Schnittstelle die erforderliche Maschinensteuerung nicht gewährleisten kann.
Ist eine größere Reichweite bei drahtlosen Verbindungen immer besser?
Nein.
Die erforderliche Reichweite sollte sich nach dem tatsächlichen Arbeitsabstand und den Umgebungsbedingungen richten. Eine sehr hohe maximale Reichweite bedeutet nicht automatisch eine bessere Leistung bei jeder Installation.
Welche Schutzart sollte eine industrielle Hydraulikfernbedienung aufweisen?
Der erforderliche Schutz hängt von der Betriebsumgebung ab.
Baumaschinen im Außenbereich, Fabrikmaschinen im Innenbereich, Bereiche, die mit Wasser gereinigt werden, sowie staubige Industrieanwendungen können unterschiedliche Anforderungen stellen. Überprüfen Sie die tatsächlichen Umgebungsbedingungen, bevor Sie die Schutzart auswählen.
Kann ich eine drahtlose Fernbedienung an einer bereits vorhandenen Hydraulikmaschine nachrüsten?
In vielen Fällen kommt eine Nachrüstung in Betracht, doch hängt die Machbarkeit von der bestehenden hydraulischen und elektrischen Anlage ab.
Zunächst sollten die Ventilschnittstelle, die Magnetkonfiguration, die Maschinensteuerung, die Sicherheitsarchitektur und der verfügbare Einbauraum geprüft werden.
Welche Informationen sollte ich bei einer Angebotsanfrage übermitteln?
Geben Sie mindestens das Maschinenmodell, die erforderlichen Hydraulikfunktionen, die Anforderungen hinsichtlich Proportional- oder Ein-/Aus-Steuerung, die Maschinenspannung, Angaben zu den Ventilen, den erforderlichen Betätigungsabstand, die Betriebsumgebung, das Land, in dem die Maschine installiert ist, sowie Fotos des bestehenden Steuerungssystems an.
Je vollständiger die technischen Informationen sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Lieferant eine ungeeignete Konfiguration anbietet.
Ersetzt eine Funkfernbedienung das Sicherheitssystem der Maschine?
Nein.
Eine drahtlose Fernbedienung ist Teil der Maschinensteuerungsarchitektur. Maschinensicherheitsvorrichtungen, Not-Aus-Funktionen, Verriegelungen, Risikobewertung, Absperrungen, Betriebsverfahren und andere anwendbare Sicherheitsmaßnahmen müssen weiterhin auf Maschinen- bzw. Systemebene berücksichtigt werden.
Fazit
Bei der Auswahl einer Funkfernbedienung für Hydraulikmaschinen geht es nicht in erster Linie darum, wie viele Tasten, wie viele Joysticks oder welche Funkreichweite ein Produkt bietet.
Besser ist es, bei der Maschine anzufangen.
Ermitteln Sie zunächst die Hydraulikfunktionen. Legen Sie anschließend fest, welche Funktionen eine proportionale Steuerung erfordern und welche lediglich Ein-/Aus-Befehle benötigen. Überprüfen Sie als Nächstes das Hydraulikventil und die elektrische Schnittstelle, die Maschinenspannung, die Anforderungen an die drahtlose Übertragung, die Betriebsumgebung, die Sicherheitsarchitektur sowie die Installationsbedingungen.
Erst wenn diese Punkte verstanden sind, sollte die Konfiguration von Sender und Empfänger ausgewählt werden.
Für Käufer, die eine Industrieimmobilie prüfen [hydraulisches Fernsteuerungssystem], … Die nützlichsten Informationen, die Sie einem Lieferanten zur Verfügung stellen können, beschränken sich daher nicht einfach auf die Aussage “Ich benötige eine Funkfernbedienung”. Angaben zum Maschinenmodell, zur Hydraulikfunktionsliste, zu den Ventilen, zu den elektrischen Spezifikationen, Fotos, Angaben zum gewünschten Bedienlayout, zur Betriebsumgebung und zum Bestimmungsland bieten eine wesentlich solidere Grundlage für die Auswahl des richtigen Systems.
Nomi bietet industrielle drahtlose Fernsteuerungslösungen für Hydraulikmaschinen an, darunter [Joystick-Fernbedienungen], [Fernbedienungen mit Drucktasten], [Fernbedienungen für Baukräne], und [Fernbedienungen für Betonpumpenfahrzeuge]. Die geeignete Lösung hängt eher von der tatsächlichen Steuerungsarchitektur und den Betriebsanforderungen der Maschine ab als von einer allgemeinen Spezifikation für die Fernsteuerung.
